Weitere Vorschläge und Ideen waren zur Veranstaltung land.ideen am 20. Juli auf Burg Schönfels gefragt.
Fast 40 Bürgerinnen und Bürger brachten ganz verschiedene Vorschläge ein und diskutierten diese. Dabei stand insbesondere auch die Umsetzbarkeit im Fokus der Überlegungen. Immer wieder wurden Möglichkeiten zur Realisierung hinterfragt.
Folgende Themenschwerpunkte wurden diskutiert:
Belebung des Bürgerhauses und des Parks
Auch diesmal kamen viele Ideen zur Belebung des Bürgerhauses und des Parks. Sie reichten von Lesenachmittagen und schulischen Veranstaltungen in der Bibliothek über die Digitalisierung des Chronikmaterials bis zum gemeinschaftlichen Gärtnern im Park.
Weitere Wünsche waren ein Café und die Einrichtung von WLAN-Hotspots. Um das Bürgerhaus als Treffpunkt für gemeinsame Aktivitäten zu etablieren, muss nicht nur die Nutzung der Räumlichkeiten geplant und koordiniert werden. Die Räume müssen auch sauber gehalten und ggf. beaufsichtigt werden. Dazu wurde vorgeschlagen, einen Verein zu gründen bzw. das Bürgerhaus turnusmäßig in die Obhut verschiedener Vereine zu geben.
Um die Bibliothek im Bürgerhaus zukunftsfähig zu machen und an die Anforderungen der Leserschaft anzupassen, wurde die Bildung einer Arbeitsgruppe vorgeschlagen. Diese könnte eine entsprechende Strategie entwickeln und später bei der Umsetzung unterstützen.
Rad- und Wanderwege
Auch zum Thema Rad- und Wanderwege wurde eine Vielzahl von Vorschlägen gemacht. Dabei ging es konkret um die Ausstattung der Wege mit Beschilderungen, Bänken und Infotafeln.
Wiederholt wurde ein Radweg zwischen Stenn und Schönfels sowie ein Fußweg zwischen dem Bahnhof und der Schule in Stenn gefordert. Außerdem könnten die Wanderwege im Plexgrund eine Aufwertung erfahren, wenn sie gezielt mit der Burg Schönfels als touristisches Highlight in Verbindung gesetzt würden.
Weitere Vorschläge waren Ladestationen für e-Bikes, die Aufstellung von Fahrradständern und die weitere Bestückung von Fußwegen mit Hundetoiletten. Gewünscht wurde außerdem ein Übersichtsplan mit den Rad- und Wanderwegen im Gemeindegebiet sowie ggf. Hinweise zu Spielplätzen, Gaststätten und Übernachtungsmöglichkeiten. Auch wurde angeregt, die Fahrradausbildung in der Grundschule bereits in der ersten oder zweiten Klasse durchzuführen, um die Kinder sicherer für den Schulweg zu machen.
Im Zusammenhang mit dem Wegenetz wurde auf die Aktualisierung der Straßenverzeichnisse von Lichtentanne und seiner Ortsteile hingewiesen. Im Rahmen dieser Erhebung besteht die Chance, früher genutzte fußläufige Verbindungswege wieder öffentlich zu nutzen. Gleichermaßen erhöht sich der Aufwand zur Pflege der Fuß- und Wanderwege. Als mögliche Lösung wurden in diesem Zusammenhang wiederholt Patenschaften für Wege bzw. Wegabschnitte angeregt.
Unterstützung von Kindern
Im Bereich Bildung wurde insbesondere die Unterstützung von Kindern aus sozial schwachen Familien gefordert. Dazu könnten eine Hausaufgabenbetreuung sowie Schülerpatenschaften beitragen.
Auch die Schulsozialarbeit stellt ein wichtiges Instrument zur Unterstützung dar. Außerdem wurde die Schaffung einer Beratungsstelle angeregt.
Veranstaltungen
Viele Ideen gab es auch zu möglichen Veranstaltungen bzw. Veranstaltungsformaten im Ort. Dazu gehörten ein regelmäßiger Bauernmarkt, der Produkte von regionalen Erzeugern anbietet und der ggf. rotierend in den einzelnen Ortsteilen stattfindet. Außerdem wurden Flohmärkte und ein Format nach dem Vorbild der Kunst- und Kulturkarawane in Mülsen angeregt.
Ein weiterer Vorschlag beinhaltete eine Kirchentour als touristisches Angebot. Des Weiteren sollte ein alle zwei bis drei Jahre stattfindendes Gemeindefest den Zusammenhalt unserer Ortsteile und Vereine stärken. Auch wurden ortsteilübergreifende, gemeinsame Seniorennachmittage angeregt. Zur Aufwertung des Ortsbildes könnten regelmäßige Müll-Sammelaktionen beitragen.
Öffentlicher Personennahverkehr
Im Bereich des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) wurde wiederholt die Verbindung aller Ortsteile durch intelligent getaktete Busverbindungen gefordert.
Da die Ausgestaltung des ÖPNV Aufgabe des Landkreises ist, besteht hier nur eine geringe Möglichkeit der Einflussnahme durch die Kommune.
In diesem Zusammenhang wurde die Nutzung der Schulbusse für jedermann sowie die Aufstellung sogenannter Mitfahrbanken angeregt. Diese könnten – ähnlich wie die Bushaltestellen – mit Graffiti auffällig gestaltet und an zentralen Punkten im Ort (z.B. Supermarkt, Hauptstraßen) platziert werden. Ggf. kann eine entsprechende Plattform diese Mitfahrgelegenheiten unterstützen. Diese könnte auch ein Schwarzes-Brett beinhalten, das weitere Angebote integriert.
Wirtschaft & Wohnraum
Zum Thema Unternehmen wurden eine steuerliche Starthilfe zur Förderung von Firmenneugründungen sowie die Etablierung eines Unternehmer-Stammtisches angeregt.
Weiterhin wurde gefordert, dass kommunaler Wohnraum nicht verkauft, sondern ggf. durch eine kommunale Betriebsgesellschaft verwaltet wird. Zudem sollte die Sanierung von Wohnraum nach Möglichkeit behindertengerecht erfolgen.
