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Stenn

Stenn liegt ca. 8 Kilometer südwestlich von Zwickau auf einer Fläche von ca. 5 Quadratkilometern und in einer Höhe von 330 bis 390 Metern über dem Meeresspiegel.

 

1386 erstmal urkundlich erwähnt, zählt Stenn heute 1.139 Einwohner (Stand 31.12.2025).

 

Die Auferstehungskirche in Stenn ist eine der größten Dorfkirchen in Sachsen. Sie wurde im Jahre 1896 geweiht. Die Architekten waren Schilling & Gräbner aus Dresden.

 

Stenn

Die alte Kirche aus dem Jahre 1430 war St. Leonhard geweiht. Sie wurde 1895 abgerissen.

 

Im Zuge der Bildung der Einheitsgemeinde und aufgrund des Geburtenrückgangs wurden die Grundschulen in Schönfels und Ebersbrunn geschlossen.

 

Grundschule

Die Grundschule in Stenn wurde grundlegend saniert und erweitert und bietet heute allen Kindern aus der Einheitsgemeinde Platz zum Lernen.

 

Stenn ist seit dem 1. Januar 1996 Ortsteil von Lichtentanne.

 

Weitere historische Fakten über Stenn finden sich in der Rubrik Zeittafel Stenn.


Zeittafel Stenn

In Stenn, das auch unter den Namen Steynen, Steyn und Steinen erwähnt wurde, wurde Bergbau betrieben. Zuerst wurde Diabas, später Kupfer und Eisenerz abgebaut. Im 19. Jahrhundert wurde auf Stenner Flur ein Grab aus der Bronzezeit entdeckt.

 

Ende des 19. Jahrhunderts wird eine neue Kirche gebaut; der obere Teil des Kirchturms wird 1974 Opfer eines Sturms. 2002 wird er originalgetreu wieder aufgebaut.

 

Anfang der 1990-er Jahre entsteht das Gewerbegebiet mit dem Business Innovation Center (BIC), das insbesondere Existenzgründer und junge Unternehmen unterstüptzt und berät.

 

Nach dem Zusammenschluss mit Lichtentanne wird Stenn Grundschulstandort; das 1888 errichtete Gebäude wird grundlegend modernisiert.

 

Einen Überblick über die wichtigsten historischen Ereignisse sind in den weiteren, zeitlich sortierten Rubriken zu finden.

Stenn vor 1900

1368
Stenn wird als "vom Steynen" das erste Mal urkundlich erwähnt.

1421
Laut markgräflichem Erlaß soll in Stenn ein Schmied sein.

1430
In Stenn wird die erste Kirche gebaut. Sie ist St. Leonhard geweiht.

1460
Stenn wird unter den Namen Steynen, Steyn und Steinen erwähnt.

1532
Stenn wird das erste Mal mit seinem heutigen Namen erwähnt.

1533
Mit Valentin Sebald erhält Stenn seinen ersten Pfarrer.

1550
Das Gemeindeschankrecht wird von Herzog Moritz von Sachsen bestätigt.

1555
Der Bergbau wird das erste Mal erwähnt. In Stenn werden Kupfer und Eisen abgebaut.

1618-48
Im Dreißigjährigen Krieg werden viele Bauerngüter zerstört und die Einwohnerzahl geht stark zurück.

1658
Die Gemeindeschmiede wird neu gebaut.

Stenn im 19. Jahrhundert

1812
In einem Großfeuer brennen elf Güter ab.

1839
Auf der Stenner Flur wird ein Urnengrab aus der Bronzezeit (2200 bis 800 v. Chr.) gefunden. Grabbeigaben waren unter anderem ein 70 Zentimeter langes Schwert aus Bronze, Bronzeringe und Doppelknöpfe.

 

1839-40
Das neue Schulhaus der Kirchschule wird gebaut.

1841
Der Frondienst, Dienstleistungen von Bauern für ihre Grundherren, wird abgelöst.

1867
Aufteilung des Gemeindegebbietes und der Bau einer Dorfstraße

 

Um den Bau vieler Brücken zu umgehen, wurde die Pleiße mehrfach umgeleitet.

1870-71
Im Krieg gegen Frankreich beklagt Stenn zwei Tote.

1875
Die Eisenbahnlinie Zwickau - Falkenstein wird eröffnet; Stenn erhält einen Bahnhof.

1878
Die Zeit des Bergbaus geht zu Ende; die Zeche "Neugeboren Kindlein" wird geschlossen.

1885
Die Zeche "Frisch Glück" wird geschlossen.

1888
In Stenn wird einen neue Schule gebaut,die 1929 einen Anbau erhält.

1892
Prinz Johann Georg von Sachsen wohnt während eines Manövers in Stenn. Ab 1893 heißt das Gut "Prinzenhof".

1895
Die alte Kirche wird abgerissen und eine neue Kirche gebaut. Sie wird 1896 eingeweiht.

Stenn im 20. Jahrhundert

1908

Stenn bekommt Elektroenergie.

1914-18
Im Ersten Weltkrieg gibt es in Stenn 48 Tote (ohne die Vermißten).

1929
In Stenn wird eine Wasserleitung gebaut.

1931
Der erste Bus fährt von Weißenborn nach Stenn. 1938 nimmt der O-Bus-Verkehr seinen Betrieb auf.

1939-45
Im Zweiten Weltkrieg gab es in Stenn 151 Tote.

1974
Der obere Teil des Kirchturms wird Opfer eines Sturms.

 

1992
Der Erste Spatenstich für das neuen Gewerbegebiet erfolgt.

 

1994
Der Grundstein für das Business Innovation Center (BIC) im neuen Gewerbegebiet wird gelegt.

 

1995
Stenn schliesst sich mit Schönfels und Lichtentanne zur Einheitsgemeinde Lichtentanne zusammen.

Stenn im 21. Jahrhundert

2001
Die Grundschulplanung der Einheitsgemeinde sieht die Erhaltung, grundhafte Sanierung und Erweiterung der Grundschule bei gleichzeitiger Schließung der Schulen in Ebersbrunn und Schönfels vor.

 

2002
Der Kirchturm wird originalgetreu wieder aufgebaut.

 

2003
Der Roth Edition Kalenderverlag nimmt seine neue Fertigungsstätte im Gewerbegeiet in Betrieb.

 

2005-07
Die Kindertagesstätte "Pfiffikus" wird saniert und der Außenbereich neu gestaltet.

 

2006
Ein Ultraleichtflugzeug stürzt in der Siedlung ab; die beiden Insassen kommen ums Leben.

 

2006-10
Die Grundschule in Stenn wird grundlegend saniert und angebaut.

 

2016
Die Sporthalle in Stenn wird modernisiert.

 

2017-19
Die Ortsdurchfahrt Stenn (Juri-Gagarin-Straße) wird grundhaft ausgebaut und erhält einen Fußweg.

 

2018-19
Auf dem Gelände der Grundschule Stenn entsteht ein neuer Fußweg zum Sportplatz und eine neue Brücke über die Pleiße.

 

2020
Die Trinkwasserleitung der Juri-Gagarin-Straße wird aufgrund wiederholter Wasserrohrbrüche erneuert.


Im Juli eröffnet eine Filiale der Deutschen Post AG im ehemaligen Stenner Rathaus.


Die Stützwand zur Straße "An der Kirche" in Stenn wird saniert. Im unteren Bereic werden die Mauern verstärkt und eine neue Böschung angelegt.


Im Februar schließt der Minimarkt Wünsche in Stenn nach siebzehn Jahren.

 

2021
Die Lehrerschaft der Grundschule Stenn wird mit Laptops ausgestattet.

 

2022
Aufgrund fehlender Hortkapazitäten wird ein Neubau diskutiert.